Die letzten 6 Monate

Hallo ihr Lieben,

seit 6 Monaten versuche ich nun mir das Malen beizubringen. Ich freue mich unfassbar sehr, dass ich diesen Schritt endlich gemacht habe. Dabei merke ich, wie mich das Malen jedes Mal entspannt und wie ich mich ganz neu entfalten kann.
Manchmal kommt mir die Zeit dafür allerdings zu kurz. Mag es am Studium oder an meinem Nebenjob liegen. Nichtsdestotrotz habe ich das Gefühl, dass es jedes Mal etwas besser wird und daher möchte ich euch in einer Slideshow meine Entwicklung der letzten 6 Monate zeigen. Die meisten Bilder dürften euch dabei bekannt vorkommen 🙂

Viel Spaß dabei:

Man erkennt bei den Bildern deutlich, dass ich aktuell noch viel Farben und Techniken austeste. Es dauert einige Zeit bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Bis dahin erfreue ich mich einfach an allem was ich male und übe fleißig weiter.

Ich kann euch nur ermutigen nach Fehlversuche nicht aufzugeben. Alles braucht seine Zeit. Man sagt ja auch schließlich, dass man 10.000 Stunden Übung braucht, bis man etwas tatsächlich gut kann – das heißt für mich noch viele viele Stunden des Malens.

Solltet ihr Fragen zu meinen Erfahrungen haben, könnt ihr mich gerne jederzeit kontaktieren.

Eure AnnAcryl

AnnAcryl No.7 – Ein Fall von Pink

Einen blumigen Sonntag euch allen!

Das siebte Bild meiner Reihe widme ich meiner Lieblingsserie Sherlock unter dem Namen: Ein Fall von Pink. Schon lange habe ich interessante Blumenmotive bei anderen Malern gesehen und wollte mich nun endlich selbst versuchen. Dieses Bild erhält durch die strahlenden Farben einen starken Charakter. Nachfolgend findet ihr wieder alle wichtigen Informationen.

AnnAcryl No.7 – Ein Fall von Pink

Materialien:

Leinwand: 
– Vorgrundierte Leinwand mit Keilrahmen 
– 40 cm x 50 cm
– 280gr/m2 Maltuch

Farben
– Ultramarinblau
– Türkis
– Olivengrün
– Coelinblau
– Scharlachrot
– Titanweiß 
– Schwarz

Besonderheiten:
– Heute keine Besonderheiten

Mal-Zeit: 
– 4 Stunden

Für das Bild Ein Fall von Pink benötigt ihr viel Zeit. Was im Video nicht ersichtlich wird, sind die einzelnen Pausen zwischen den verschiedenen Schichten. Nach jeder Lage benötigt das Bild zwischen 20-45 Minuten zum trocknen, weshalb ihr auf eine Malzeit von ca. 4 Stunden kommt. Hier findet ihr eine kurze Auflistung der Pausen:
Pause 1: Nachdem ihr den Hintergrund gemalt habt
Pause 2: Nachdem das Geäst fertig ist
Pause 3: Nach der ersten Schicht heller Blumen
Generell könnt ihr die Blumen mit jeder Art von Pinsel malen. Je nach Form des Pinsels (Rundpinsel, Flachpinsel) erhalten die Blumen allerdings unterschiedlichen Konturen. Testet dies am besten vorab auf einem separaten Stück Papier.

TIPP1: Für dieses Bild benötigt ihr viel Zeit. Idealerweise könnt ihr dieses Motiv auch über 2-3 Tage anfertigen.

TIPP2: Lasst die Farben gut trocknen. Ansonsten können eure Blumen verschmieren und verlieren dabei ihren leuchtenden Glanz.

Viel Spaß bei meinem Fall von Pink,

Eure AnnAcryl

AnnAcryl No.0 – First Try

Hello and welcome to little Africa!

Heute stelle ich euch mein erstes gemaltes Acryl-Bild vor. Dazu möchte ich euch als praktischen Tipp erzählen, wie ich als Anfänger bei der Motiv-Wahl vorgegangen bin.

AnnAcryl No.0 – First Try

Zu Beginn kann es einem eine unheimliche Hilfe sein über verschiedene Social Media Kanäle Ideen zu sammeln. Youtube bietet beispielsweise eine tolle Plattform mit zahlreichen Anleitungen für verschiedene Kunstwerke. Hier kann man beobachten wie erfahrene und neue Künstler sich an der Leinwand ausprobieren. Mittlerweile werden auch Live-Videos geschalten, wodurch man die Möglichkeit erhält, eine Frage direkten an den Künstler zu adressieren. Dadurch entstehen einzigartige Interaktionen mit einem großen Mehrwert für alle beteiligten Personen.

Mein erstes Motiv habe ich ebenfalls auf Youtube gefunden. Folgt diesem Link für eine detaillierte Anleitung des Künstlers Mustafa Jannan. Da es sich um mein erstes Bild handelt, existiert keine eigene Videoaufnahme. Während des Prozesses habe ich lediglich immer wieder ein paar Aufnahmen geschossen, um den Malprozess zu dokumentieren. Unten seht ihr meine Bildergalerie.

Materialien:

Leinwand: 
– Vorgrundierte Leinwand mit Keilrahmen 
– 16 cm x 24 cm
– 280gr/m2 Maltuch

Farben
– Ultramarinblau
– Zinnoberrot
– Kadmiumgelb
– Titanweiß 
– Schwarz

Besonderheiten:
– Küchenrolle

Mal-Zeit: 
– 30 Minuten für Anfänger

Bei meinem Bild AnnAcryl No.0 – First Try benötigt ihr wenige unterschiedliche Farben. Der Original-Künstler malt das Bild in lediglich 10 Minuten. Ich, als Anfänger, habe ca. 30 Minuten für das Motiv benötigt. Das Malen hat wirklich Spaß gemacht und man erzielt mit sehr wenig Fähigkeiten schon geniale Effekte.

TIPP1: Versucht die Sonne in einen leichten Graben zu setzen. Dadurch wird die horizontale Linie etwas aufgelockert und wirkt natürlicher.

TIPP2: Der leuchtende Effekt der Sonne kommt durch das Ausmalen mit einem kräftigen Titanweiß.

Manchen von euch mag dieses Motiv von meinen Bilder bereits bekannt sein. Bei AnnAcryl No.1 habe ich die Idee des Künstlers etwas modifiziert. Probiert es selbst mal aus!

In diesen Sinne – viel Spaß mit meinem ersten Motiv.

Eure AnnAcryl

AnnAcryl No.6 – Ode an den Mond

Guten Abend, Gute Nacht…

…von einem wunderschönen Traum erwacht. Heute mit einem abendlichen Gruß aus dem Atelier – Ode an den Mond. Auf einer etwas größeren Leinwand als sonst möchte ich euch mein neues Werk vorstellen. Dieses Mal mit vielen verschiedenen Utensilien und Techniken.

Hier wie immer die wichtigsten Informationen:

Materialien:

Leinwand: 
– Vorgrundierte Leinwand mit Keilrahmen 
– 40 cm x 50 cm
– 280gr/m2 Maltuch

Farben
– Ultramarinblau
– Türkis
– Olivengrün
– Saftgrün
– Coelinblau
– Violet
– Titanweiß 
– Schwarz

Besonderheiten:
– Aluminium-Folie
– Wattestäbchen
– Kamm

Mal-Zeit: 
– 1 Stunde

Das Bild Ode an den Mond hat mir all meine bisher erlernten Fähigkeiten abverlangt. Trotz der harmonischen Farbauswahl ist mir das direkte Mischen auf der Leinwand wieder relativ schwer gefallen. Den Mond habe ich zuvor mit einem Bleistift vorgezeichnet. Hier lassen sich Unreinheiten bei den Konturen erkennen – zugegeben: Da wäre etwas mehr Präzision und Ruhe erforderlich gewesen 🙂 Den Mond fülle ich ganz am Ende mit einem starken Titanweiß, wodurch er seinen leuchtenden Glanz erhält.
Den Mondschein-schimmer habe ich zunächst mit einem Kamm gezeichnet. Allerdings ist mit dies etwas misslungen, weshalb ich später noch einmal mit einer Spachtel nachgeholfen habe. Meinen eigenen Tipp vom letzten Bild Sehnsucht Herbst habe ich brav befolgt: lieber zunächst etwas weniger Farbe auf die Leinwand auftragen.

TIPP1: Versucht einen Kamm mit groben und stabilen Zähnen zu nutzen. Ansonsten lassen sich keine Strukturen in der Farbe erzeugen.

TIPP2: Weniger ist mehr – startet auch hier lieber mit wenig Farbe auf der Leinwand

TIPP3: Achtet auf saubere Konturen beim Bemalen des Mondes (nicht so wie ich 🙂

Viel Spaß und wunderschöne Träume heute Nacht für euch,

Eure AnnAcryl

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen…

Wunderschönen Samstag alle miteinander!

..mit diesem Gedanken im Kopf starte ich in jedes neue Mal-Projekt. Schließlich kann es manchmal wirklich frustrierend sein, wenn man beispielsweise eine schöne Sandlandschaft gemalt hat, der Freund allerdings denkt, dass das fertige Bild an der Wand falsch herum hängt (lieber Tim!) 🙂

Auch bei meinem letzten Bild – AnnAcryl No.5 – Sehnsucht Herbst – erging es mir so. Hier ging wirklich fast alles schief, was man sich vorstellen konnte! Schaut euch gerne zunächst nochmal das finale Video an.

Links mein finaler Versuch – rechts mein erster Versuch

Wie ihr im Video erkennen könnt, starte ich mit der Farbe direkt auf der Leinwand. Hier verspreche ich euch: beim ersten Mal werdet ihr die Menge der Farbe wahrscheinlich falsch einschätzen. Egal ob zu viel oder zu wenig – zu Beginn ist es wirklich schwer ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel man tatsächlich benötigt.

Zunächst war ich etwas abgeschreckt und hätte das Projekt fast abgebrochen, denn:
Wohin mit all der Farbe?
Allerdings entwickelte das Bild mit der Zeit durch seine starke Struktur einen ganz eigenen Charme (siehe unten).

Mein erster Versuch – Sehnsucht Herbst – mit groben Acrylstrukturen

Da ich im nächsten Schritt zusätzliche Farbe mit Alu-Folie auftupfen wollte, wurde alles noch viel „schlimmer“. Auf meiner Leinwand entwickelte sich ein kleiner See aus Farben, welcher mit zaghaften Tupfen kaum zu bändigen war.

Besonders schwierig gestalteten sich die hellen/weißen Stellen im Bild. Durch die Anhäufung an Farbe, war es mir schlicht unmöglich einen kräftigen leuchtenden Horizont zu erzeugen. So pinselte ich nur mehr…und mehr…Farbe auf die Leinwand.

Mein Mal-Prozess wird in der Regel von meiner Kamera begleitet. Zu allem „Farben“-Überfluss brach mitten im Prozess meine Konstruktion, welche die Kamera bis dahin fixiert hatte, zusammen. Der Boden und meine Kleidung wurden durch einen sanften Farb-Nieselregen beträufelt. PAUSE!

Nachdem ich durchatmen konnte, startete ich den zweiten Versuch. Das zweite Ergebnis war für mich direkt ein Erfolgserlebnis. Daher empfehle ich euch: Übt gerne ein schönes Motiv zwei oder drei Mal. Hier könnte ihr euren Lernfortschritt beobachten und Vergleiche ziehen.

Mein zweiter Versuch – Sehnsucht Herbst

Solltet ihr zu meinen Motiv oder der Technik noch irgendwelche Fragen haben, könnte ihr euch gerne auch direkt an mich wenden.

Bis zum nächsten Mal!

Eure AnnAcryl

AnnAcryl No.5 – Sehnsucht Herbst

Heiße Grüße aus dem gekühlten Atelier!

Die sommerlichen Temperaturen erschweren meine Motivation für jegliche Tätigkeit – außer für das Malen. Hier kann ich meine Gedanken an kühlere Tage gleiten lassen, wodurch auch mein letztes Werk entstand: Sehnsucht Herbst.

AnnAcryl No. 5 – Sehnsucht Herbst

Hier die wichtigsten Informationen:

Materialien:

Leinwand: 
– Vorgrundierte Leinwand mit Keilrahmen 
– 20 cm x 30 cm
– 280gr/m2 Maltuch

Farben
– Ultramarinblau
– Türkis
– Kadmiumgelb
– Saftgrün
– Zinnoberrot
– Scharlachrot
– Titanweiß 
– Mischweiss
– Schwarz

Besonderheiten:
– Aluminium-Folie

Mal-Zeit: 
– 1 Stunde

Für das Bild Sehnsucht Herbst werden ausnahmsweise viele Farben benötigt. Bei diesem Motiv wird die Farbe direkt auf die Leinwand gegeben. Dadurch erfolgt zugleich eine Einteilung des Bildes – wichtig ist hier die Ausrichtung des Horizonts, welcher den Fluchtpunkt des Bildes repräsentiert. Nachdem ihr die Farbe aufgetragen und gemischt habt, kommt die Alu-Folie zum Einsatz. Nachdem ihr die ersten Wiesen und Baumkronen getupft habt, werden die Baumstämme in einem kräftigen schwarz aufgetragen. Vor diesem Punkt war ich selbst sehr zögerlich, da die Baumstämme sehr präsent sind und das Bild dadurch ruiniert werden könnte (Ruhig mutig sein – ist leichter als gedacht!). Anschließend ergänzt ihr weitere “Blätter“ der Bäume durch die Alu-Folie.

TIPP1: Tragt sehr viel weniger Farbe zu Beginn auf die Leinwand auf, als ihr vermutet! Mein erster Versuch war eine mittlere Katastrophe – dazu wird aber nochmal ein separater Post erscheinen!

TIPP2: Das Bild ist sehr viel anspruchsvoller als es scheint – daher nehmt euch viel Zeit für das Tupfen der einzelnen Bereiche.

Viel Spaß mit meinen abgekühlten Gedanken,

Eure AnnAcryl

AnnAcryl No.4 – Vom Gehen und Blühen

Ein erholtes Buongiorno an alle!

Die Prüfungsphase ist vorbei und mein anschließender Urlaub in der Toskana war sehr erholsam. Auf meiner Reise konnte ich neben tollen Künstlern und Galerien auch neue Ideen für mich sammeln. Vielleicht findet sich in der Zukunft die ein oder andere italienische Landschaft in meinen Bildern wieder?
Bis dahin möchte ich euch mein Bild – Vom Gehen und Blühen – vorstellen, welches während meiner Prüfungsphase entstand.

AnnAcryl No.4 – Vom Gehen und Blühen

Hier die wichtigsten Informationen:

Materialien:

Leinwand: 
– Vorgrundierte Leinwand mit Keilrahmen 
– 20 cm x 30 cm
– 280gr/m2 Maltuch

Farben
– Ultramarinblau
– Saftgrün
– Zinnoberrot
– Titanweiß 
– Schwarz

Besonderheiten:
– Heute keinen Besonderheiten

Mal-Zeit: 
– 2 Stunden

Bei diesem Motiv verwende ich zwar wieder wenige Grundfarben, jedoch ist der Aufwand des Mischens erheblich höher als bei meinen vorangegangenen Bildern. Zu Beginn starte ich mit einem dunklen Untergrund und markiere den Waldweg. Damit das Bild an Tiefe erhält, lasse ich den Bereich der Lichtung zunächst frei und nähere mich später mit immer helleren Grün-tönen an.  Bei diesem Bild fiel mir die Blumenwiese besonders schwer, da das Weiß sehr viel kräftiger wirkte, als erwartet. Das Weiß habe ich direkt auf das Bild aufgetragen um spontane Effekte im Blau zu erzeugen. Hier würde ich euch als Anfänger empfehlen: Mischt den gewünschten Farbton auf eurer Farbpalette vor. Auch bei den Braun-tönen stand ich vor einer großen Herausforderung. Ich wollte einen natürlichen Braun-ton durch das eigene Anmischen erzeugen. Dies hat sehr viel Zeit gekostet. Übt das Mischen am besten bereits vorher.

TIPP1: Als Anfänger die Farben nicht direkt auf der Leinwand mischen!

TIPP2: Übt den gewünschten Farbton bereits vorher!

Viel Spaß nun bei meinem neuen Motiv,

Eure AnnAcryl